Freitag, Februar 02, 2007

Bundaberg

auch wenn es jetzt nun schon lange her ist, gebe ich nochmall einen kleinen bericht ueber bundaberg von mir:

wir sind also eines montags abends gegen 19uhr mit unserem lift patrick aus cairns in bundaberg angekommen, da wir von vielen seiten gehoert haben, dass es dort immer sehr viele fruit picking jobs gibt. leider hatten wir dabei nicht bedacht, dass wir nicht die einzigen sind, die dass mitbekommen haben und natuerlich kein hostel gebucht... also sind wir dann ein wenig im dunkeln in bundaberg herum geschickt. die meisten hostels waren schon ausgebucht oder die rezeption war geschlossen. gluecklicherweise hatte das eine hostel einen anruf von einem anderen erhalten, dass dort noch jobs frei waeren, ob betten muessten wir uns erkundigen.. wir also dort hingestiefelt und was fuer ein glueck! da waren doch glatt noch zwei betten frei, und dann auch noch im selben raum :) allerdings kostete dieses hostel 155dollar die woche, aber wir hatten ja keine wahl.. die tatsache, dass es "cellblock backpackers" hiess und sich in einer ehemaligen polizeistation befindet, hat uns nicht gerade beruhigt. so hiess es, wie auch schon beim wwoofing: hier bleiben wir nicht laenger als einen tag!! naja letztendlich waren wir nun einen monat dort ;)

das hostel ist ein sogenanntes working hostel und vermittelt jobs. wie kathi ja auch schon geschrieben hatte, haben wir am ersten tag gleich einen job bekommen. tomaten picken..per bucket!! das ist wohl das schlimmste was es gibt. pro eimer den man vollgemacht hat, bekommt man 1,60$, das sind ungefaehr 0,80euro. nach 7 stunden in gebueckter haltung in praller sonne tomaten picken hatten wir beide jeweils ungefaehr 25 eimer.. also ca 30$ verdient!! das sind ca 17euro. hungerlohn!! das geld haben wir uebrigens bis heute nicht zu gesicht bekommen!!!!! >:(
nach diesem erlebnis sind kathi und ich dann erst mal zu unserem work manager gegangen und haben gesagt dass wir einen job haben wollen der pro stunde bezahlt wird. wie kathi ja schon gesagt hat, hat sie sich beim tomaten picken ihr handgelenk verletzt sodass sie eine woche aussetzen musste!! waehrend die arme kathi sich erholen musste, habe ich nach dem tomaten picken die naechsten zwei tage in einem chilifeld unkraut geplueckt(gibts ja auch nen foto in der gallerie). die zwei tagen waren recht relaxed, denn ich habe nur mit einem anderen gearbeitet, philipp dem schweden. wir wurden morgens auf dem feld abgesetzt und waren so gut wie den ganzen tag allein, konnten pausen machen so oft wir wollten und quasseln. als man abends nach hause kam, dachte man sich "mensch, da biste ja heute schoen braun geworden", nix da, nach der dusche war alles wieder verflogen! ;) der job war echt gut, haben ca 8 stunden schwarz gearbeitet, das bedeutet kein tax und somit gabs 13 dollar die stunde, that was pretty cool! :) leider war nach den zwei tagen alles unkraut weg und somit war ich auch wieder arbeitslos...

kathi und ich also wieder zum manager hin und haben ihm gesagt dass wir einen festen job moechten, am besten in einer packing shed. bedingung dafuer war allerdings dass wir min 3 wochen bleiben, da die "grossen" farmen einen sonst nicht einstellen. da haben wir zugesagt und somit hatten wir nach einer woche im hostel endlich einen "festen" job. das war aber echt kein zuckerschlecken, und jetzt werdet ihr auch gleich wissen warum ich nie zum mail schreiben gekommen bin, unser tagesablauf sah wie folgt aus:

4.30uhr morgens aufstehen
5.30uhr mit dem shuttle-bus des hostels zur farm
6.00uhr anfangen zu packen
9.30uhr fruehstueckspause
12.00uhr mittagspause
15.00uhr "nachmittagspause"
17.00uhr feierabend (zum teil haben wir aber noch etwas laenger gearbeitet..), werden vom bus abgeholt und fahren noch zu diversen anderen farmen um andere backpacker abzuholen
17.30-17.45uhr ankunft im hostel
dann mussten wir natuerlich duschen, dann kochen und unser lunch fuer den naechsten tag machen..bis wir mit allem fertig waren war es meist auch schon wieder 21.00uhr... manchmal haben wir uns dann noch zu den anderen an die bar bzw pool gesetzt, aber meistens waren wir einfach so fertig, dass wir um 21.30 wie tod im bett lagen..schliesslich mussten wir ja in 7 stunden wieder aufstehen um dann 10-11 stunden am fliessband zu stehen!!! das wir es wirklich um 21.30 ins bett geschafft haben, kam allerdings auch nich sooo haeufig vor.
jedenfalls sind wir bei dieser arbeit fast depressiv geworden, weil wir drei wochen lang kein tageslicht mehr gesehen haben. in drei wochen malochen hatten wir nur 2 freie tage!!!!!!!

allerdings hatten wir auch sehr viel spass in bundaberg, weil dort einfach die nettesten, verruecktesten und witzigsten menschen waren, wie ihr den fotos ja sicherlich entnehmen koennt!